Bauernverband Rundmail: Bauernverband fordert einheitliche Tierschutzanforderungen für in- und ausländische Ferkellieferanten im QS

Liebe Mitglieder,

nachfolgend erhalten Sie die heutige Mitteilung des Deutschen Bauernverbands, wonach gegenüber dem QS System eindeutig verlangt wird, dass bei den Themen Tierhaltung und Kastration für alle im QS erfassten Ferkelherkünfte die gleichen Produktionsvoraussetzungen gelten müssen.

Damit hat sich der Deutsche Bauernverband eindeutig positioniert. Nicht zuletzt sind durch diese Position die Baden Württembergischen und unsere  Stellungnahmen mit aufgenommen worden.

Nun kommt es darauf an, dass vor allem der Lebensmitteleinzelhandel sich dieser Postionierung anschließt. Wir sind gespannt !  -  Denn angesichts der bisherigen rund 12 Mio dänischer und holländischer Ferkel, die in Deutschland gemästet werden, würde eine Umsetzung des Standpunkts des Deutschen Bauernverbands bedeuten, dass in Deutschland ab 2021 nur noch Ferkel als Herkunft für QS Ware  gemästet werden könnten, die nach unseren Vorschriften kastriert worden sind. Deutschland ist das zweitgrößte Schweineerzeugerland in Europa.  Mit der vom Deutschen Bauernverband geforderten Regelung im QS kämen wir eindeutig einen Schritt in Richtung ähnliche Wettbewerbsbedingungen innerhalb Europas. Jetzt müssen Lebensmitteleinzelhandel und Fleischwirtschaft als Mitbeteiligte am QS zeigen, dass er für Tierschutz und Tierwohl tatsächlich steht.

Pressemeldung des Deutschen Bauernverbands

Einheitliche Regelung auch für ausländische Ferkel-Lieferanten in QS unverzichtbar

Bauernpräsident: Fleischwirtschaft und Lebensmittelhandel stehen mit in der Verantwortung

Zur Diskussion über die Anforderungen an ausländische Ferkel-Lieferanten im QS-System fordert der Präsident des Deutschen Bauernverbands (DBV), Joachim Rukwied, verbindliche und vor allem einheitliche Tierschutz-Anforderungen für sämtliche Herkünfte: „Unsere Tierschutz-Standards sind Teil einer guten Prozessqualität in der Fleischerzeugung. Für das System QS ist es eine Frage der Glaubwürdigkeit, im Zuge des Ausstiegs aus der betäubungslosen Ferkelkastration eine Regelung dafür konsequent umzusetzen, die auch Lieferungen aus anderen europäischen Ländern einbezieht. Unsere Tierhalter fordern eine verbindliche, systemweit gültige Liste von zugelassenen Verfahren, die den Ansprüchen des deutschen Tierschutzrechtes genügen. Dabei stehen insbesondere die Marktpartner in der Fleischwirtschaft und im Lebensmittelhandel mit in der Verantwortung. Aus unserer Sicht ist es nicht vermittelbar, wenn Betäubungsverfahren, die gegen deutsches Recht verstoßen, über Lieferungen von Tieren oder Fleischerzeugnisse aus anderen Mitgliedstaaten ihren Weg in die Fleischtheken finden können."

Ab dem 1. Januar 2021 dürfen Ferkel in Deutschland nicht mehr ohne Betäubung kastriert werden. Nach dem jetzigen Stand sind ab diesem Zeitpunkt nur noch die Verfahren Ebermast, Immunokastration und Kastration unter Vollnarkose zulässig.


Viele Grüße

Ihr


Helmut Bleher
Geschäftsführer

Bauernverband Schwäbisch Hall - Hohenlohe - Rems e.V.
Am Richtbach 1
74547 Untermünkheim

Tel  07944 9435 0
Fax 07944 9435 - 111

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web: www.bauernverband-hohenlohe.de