Weihnachtsgrüße 2022



Wenn die Welt sich verwandelt


Seltsam, wenn die Welt sich verwandelt
und Winter sich über die Zeit stellt.
Wenn wir im Dunkel wandern
und Einsamkeit uns von allem trennt.

Keiner ist weise, der nicht

die Geduld kennt.
Alles braucht Stille, braucht Zeit,
braucht Vertrauen in das

Leise der Welt, in das

Wachstum jeder dunklen Zeit.

 

 Monika Minder

 

Quelle:Pixabay

 

 

Übrigshausen im Dezember 2022

 

Liebe Mitglieder,

 

das Jahr 2022 zeigt sich vielschichtig und für den Einzelnen sehr unterschiedlich.

 

Zum einen haben wir gelernt, mit der Corona-Pandemie umzugehen. Die Situation hat sich glücklicherweise inzwischen entspannt. Zum anderen herrscht mitten in Europa ein unsinniger Krieg, der die globale Sicherheit, aber auch die Wirtschaft massiv beeinträchtigt.

 

Auch auf den Betrieben sehen wir beide Seiten: Milchviehbetriebe haben eine verbesserte Situation erleben können, bei den Ackerbauern kommt es darauf an, ob noch Kontrakte für Bedarfsmittel genutzt werden konnten und ob es gelungen ist, zu Preisspitzen zu vermarkten. Die Schweinehalter sind nach wie vor zutiefst gebeutelt, bei Sonderkulturen sieht es ähnlich aus, hier wirken sich die Arbeitskräfteknappheit und der höhere Mindestlohn dramatisch aus.

 

Für uns alle steht die Zukunft aber so unsicher am Horizont, wie selten. Denn die Gesellschaft hat noch nicht erkannt, dass mit überzogenen Reaktionen auf die Klima-, Umwelt- und Artenschutzprobleme dieser Welt das Kind mit dem Bade ausgeschüttet wird. Die Schweineerzeuger reagieren bereits vor lauter Frust mit massivem Ausstieg. Die anderen Sparten werden folgen, wenn die Politik nicht Verantwortung übernimmt und das Ruder herumreißt.

 

 

Wir machen an allen Stellen, die sich uns bieten, darauf aufmerksam, dass man für regional erzeugte Lebensmittel auch Bauern benötigt, die hier noch arbeiten können.

 

Dazu gehört eine ökonomische Basis, die nicht durch übertriebene Vorschriften gefährdet wird.

 

Trotz allem sollten wir aber auch mutig in die Zukunft schauen. Denn die Welt hat sich immer verändert und bleibt im Fluss.

 

Gerade die Bauern haben stets bewiesen, dass sie sich auf wandelnde Voraussetzungen schnell einstellen und ihre Betriebe anpassen können. Wir produzieren das, was die Bevölkerung verlangt. Dies sind nach wie vor hochwertige regionale Lebensmittel – ob biologisch oder konventionell. Dazu gehört aber auch zunehmend Energie und unter dem Stichwort Artenschutz auch das Schaffen von Lebensräumen für die Natur.

 

Wir stellen uns der Zukunft, erwarten von der Bevölkerung aber auch die Ehrlichkeit und letztendlich die Honorierung unserer Leistungen – ob über den Marktpreis oder öffentliche Kassen.

 

Letztlich haben unsere Freunde, unsere Bekannten aber auch die Repräsentanten von Organisationen, Kirchen und Politik die Wahl, sich für oder gegen heimische Lebensmittel und damit auch für die Zukunft der regionalen Landwirtschaft zu entscheiden. Es wäre sehr unklug, diesbezüglich die falsche Entscheidung zu treffen.

 

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen Alles erdenklich Gute zu Weihnachten, Gesundheit und Gottes Segen für das Neue Jahr, welches sicher wieder ganz neue Herausforderungen für uns bereithält.

 

Wir bedanken uns für Ihr  Mitmachen und Mittragen der gemeinsamen Arbeit und freuen uns auf das eine oder andere Treffen im nächsten Jahr.

 

Ihre

 

Jürgen Maurer                      Helmut Bleher

 

 

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