Weihnachtsgrüße



Liebe Bäuerinnen und Bauern,
liebe Mitglieder,

 

auch das Jahr 2021 war von der Pandemie geprägt. Diese hat vor allem die Schweinehalter dramatisch getroffen. Durch den Wegbruch der Gastronomieumsätze und vieler Grillfeste ist der Schweinefleischverzehr deutlich gesunken. Die Preise sind nicht zuletzt auch deswegen auf einem Tiefstand angelangt. Viele Betriebe überlegen ob und wie sie weiter machen wollen.

 

Auch für uns ist die Verbandsorganisation nicht einfach. Denn wir leben von der Kommunikation mit Ihnen, vom Austausch über politische und andere Themen. Digitale Meetings sind zwar besser als nichts, Meinungsbildung erfordert aber auch, dass man Emotionen deutlich machen kann, dass man spürt, wie das Gegenüber reagiert und fühlt.

 

Nicht zuletzt auch deshalb, weil wir weniger Gelegenheiten haben uns leibhaftig gegenüber zu stehen, stellt sich zunehmend die Frage

 

Gibt es den Zusammenhalt im landwirtschaftlichen Berufsstand noch? Wenn ja – wie macht sich dieser bemerkbar?

 

In einer Zeit, wo sich jeder selbst der Nächste zu sein scheint, versucht, irgendwie durch die Wirren der Zeit, durch betriebliche Krisen und Preistäler, durch Frust und Enttäuschungen zu kommen, mangelt es scheinbar am notwendigen Zusammenhalt in der Landwirtschaft. Doch trifft das wirklich so zu?

 

Wir hören und erleben vielfach den Wunsch, wieder mehr aufeinander zu hören und am gleichen Strang zu ziehen.

 

Das gemeinsam tun, was einer alleine nicht schafft, ist unser Auftrag.

 

Innerhalb der Landwirtschaft ist die Interessenlage oft gegensätzlich. Wir haben aber auch gemeinsame Ziele: Ganz oben steht, den Landwirten in der Gesellschaft wieder die Wertschätzung als Erzeuger von Lebensmitteln zu verschaffen. Dabei müssen wir aber auch berücksichtigen, dass die Gesellschaft heute andere Prioritäten in den Vordergrund stellt. Natur-, Umwelt- und Klimaschutz werden viel wichtiger erachtet als früher. Beides muss sich nicht ausschließen, sondern kann im Dialog mit den gesellschaftlichen Gruppen auch der Landwirtschaft dienen und eine Win-Win-Situation herstellen.

 

Im Mittelpunkt unserer Aufgaben der nächsten Jahre steht ganz zentral, der Gesellschaft, unseren Partnern in Politik und Wirtschaft, der ganzen Bevölkerung ein sympathisches, aber realistisches Bild der Landwirtschaft zu vermitteln.
Hier haben wir in den letzten Jahren einiges erreicht -viel größere Herausforderungen liegen vor uns. Packen wir es an - gemeinsam!

 

Wir bedanken uns bei Ihnen für das gute Miteinander im vergangenen Jahr und wünschen Ihnen und Ihren Familien frohe Weihnachten, Gottes Segen, wirtschaftlichen Erfolg, vor allem aber Gesundheit im Neuen Jahr 2022.

 

Ihre

 

Jürgen Maurer und Helmut Bleher

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