Landwirtschaft macht Schule – Erfolgsprojekt geht weiter



Zukünftige Lehrer und künftige landwirtschaftliche Betriebsleiter arbeiten an gemeinsamem Unterrichtskonzept.

 

Landwirtschaftliche Inhalte in die Schule zu transportieren, ist ein schwieriges Unterfangen. Am besten gelingt dies, wenn man Schnittstellen zwischen Pädagogik und Praxis bildet und ein hochmotiviertes Team dahinter steht. Frank Rösch von der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg (PH LB) und Ramona Reinke, Akademie für Landbau Kupferzell (ALH) leiten gemeinsam das Projekt „Landwirtschaft macht Schule“ ihrer Studierenden und werden durch Andrea Bleher vom Bauernverband Schwäbisch Hall-Hohenlohe-Rems unterstützt.

Bereits im vergangenen Jahr hat diese Zusammenarbeit bundesweit große Aufmerksamkeit erreicht: Innerhalb eines Semesters wird von den Lehramtstudierenden der Fächer Biologie und Geografie gemeinsam mit den angehenden Betriebsleitern eine komplette Unterrichtseinheit entwickelt.

Die Vorbereitung eines Bauernhofbesuches durch das ca. 30 köpfige Team aus beiden Ausbildungsstätten ist wesentlicher Teil der Arbeit und wird im Januar mit zwei Schulklassen gleich durchgeführt und erprobt.

Im Schwerpunkt des laufenden Semesters steht der außerschulische Lernort Bauernhof mit Schweinehaltung und den sich darum angesiedelten Fragen nach tiergerechtem Futter, Haltung, Nachhaltigkeit und Stickstoffkreislauf . Die Themen sollen für Schüler der Klasse 5 und 9 erschlossen werden.

Zunächst müssen sich aber sowohl die jungen Landwirte als auch die Studierenden mit der jeweils unbekannten Materie – Pädagogik auf der einen Seite, Landwirtschaft auf der anderen - vertraut machen.

 

Start ist am 13. November mit dem gemeinsamen Besuch des bewährten für „Lernort Bauernhof“ zertifizierten Betriebes der Familie Stier in Schönenberg bei Untermünkheim.

 

Frank Rösch, Dozent an der PH Ludwigsburg leitet das Seminar und erläutert die pädagogischen Fragestellungen, wie sie der Bildungsplan fordert. Die Gruppe wird dann ihre Eindrücke und Ideen ganz praktisch selbst für ihre eigene Lerneinheit sammeln.

 

Für die landwirtschaftliche Fachexpertise steht Ramona Reinke, die an der ALH unterrichtet . Andrea Bleher vom Bauernverband bringt ihre langjährige Erfahrung ein, wenn es darum geht, das profunde fachliche Wissen der Landwirte für die Studierenden verständlich zu machen. Denn das hat das vorangegangene Projekt bereits gezeigt: „Im Kontakt zwischen Pädagogen und landwirtschaftlichen Fachspezialisten treffen am Anfang Welten aufeinander – Spannend ist es, zu beobachten, wie durch die gemeinsame Arbeit trotz völlig verschiedener Fachgebiete schnell eine einheitliche Sprache gefunden wird.“

 

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