Landwirte haben genug – Belastungsgrenze ist überschritten



Jürgen Maurer: „Ministerpräsident geht wichtigen Schritt in die richtige Richtung. Die Bundespolitik muss nun folgen !“

 

Die ständigen neuen Auflagen, zugespitzt jüngst durch das sogenannte Agrarpaket der beiden Ministerinnen Schulze und Klöckner haben die Grenze der  Leidensfähigkeit der Bauern überschritten.  Bundesweit gehen am 22. Oktober Tausende Bauern auf die Straße. Es handelt sich dabei nicht um eine organisierte Demo des Bauernverbandes. Die Initiative wurde in den sozialen Medien übers Internet geboren und wird frei organisiert.

 

Pressemitteilung vom 12. Oktober 2019 bl/al

Jürgen Maurer, der Vorsitzende des Bauernverbandes Schwäbisch Hall Hohenlohe Rems e.V. hat großes Verständnis dafür, dass die Bauern mit der übers Internet unabhängig vom Verband organisierten Demonstration deutlich machen wollen, dass das Ende der Fahnenstange erreicht ist und neuen Auflagen eine klare Absage erteilen.

 

„Es ist in der Politik noch nicht angekommen, dass die Leidensfähigkeit unserer Bauern ausgeschöpft ist. Man kann nicht bei unseren Bauern die Verbotsschrauben bis zum letzten anziehen und gleichzeitig mit dem Mercorsur - Abkommen südamerikanischen Billigprodukten Tür und Tor öffnen“ so der Vorsitzende des Bauernverbandes. „Wenn die Politik weiterhin wie bisher auf eine Regelungswut setzt, wird es in wenigen Jahren keine regionalen Produkte mehr in den Regalen geben.“

 

Verhalten positiv sieht der Verband die Entwicklungen in Baden Württemberg. „Ministerpräsident Kretschmann  hat die Notbremse beim Volksbegehren gezogen“, so Geschäftsführer Helmut Bleher. „Wir haben gute Chancen, dass die fachlich fundierten und sachlich ruhig vorgebrachten Argumente unserer Bauern zu einem erträglichen Konsens führen werden.“ Jürgen Maurer betont das stets bestehende Gesprächsangebot des Bauernverbands gegenüber allen politischen Kräften: „Den Schritt des Ministerpräsidenten in die richtige  Richtung vermissen wir von der Bundespolitik noch, der Verband wird aber mit aller Kraft die Abkehr von der Stimmungspolitik hin zu Vernunft und Augenmaß einfordern.“

 

Die  Verbandsvertreter unterstützen ihre Bauern bei der unabhängigen Demonstration am 22. Oktober, solange sie ordentlich und gewaltfrei abläuft. „Unsere Aufgabe aber“ so Jürgen Maurer „ist weniger eine spektakuläre einmalige Aktion, als das lange, mühsame und zähe Verhandeln mit den politisch Verantwortlichen“  . Dafür sei, so die Verbandsvertreter ein ordentlicher fairer Umgang miteinander erforderlich. Diesen sieht man beim Bauernverband derzeit mit der Landespolitik als gegeben und will ihn weiter ausbauen.

 

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