Insekten haben oberste Priorität



Kreislandjugend Hohenlohe und Bauernverband engagieren sich vielfältig für die Biodiversität


Die Kreislandjugend Hohenlohe und der Bauernverband Schwäbisch Hall Hohenlohe Rems e.V. haben symbolisch in mehreren Aktionen die Bedeutung der Artenvielfalt betont und setzten sich für die Insekten ein. Tanja Betz und Benjamin Sinn von der Kreislandjugend und der Vorsitzende Jürgen Maurer weihten symbolisch für mehrere Aktionen das neue Insektenhotel bei der Bauernverbandsgeschäftsstelle ein.

zweiter von links: Jürgen Maurer, dann Tanja Betz und Benjamin Sinn, sowie weitere Vertreter der Kreislandjugend

 

Damit die Besucher und Vorbeifahrenden das Thema Biodiversität in den nächsten Jahren stets vor Augen haben, hat die Kreislandjugend Hohenlohe in einer Aktion dem Bauernverbandvorsitzenden Jürgen Maurer im Rahmen eines Antrittsbesuchs ein 1,70 m großes Insektenhotel geschenkt. Dieses wurde gemeinsam werbewirksam vor der Geschäftsstelle in Übrigshausen in der Nähe der dortigen Verkehrsampel aufgebaut. Der Bauernverband legt darüber hinaus den bisherigen Rasen um das Insektenhotel als „ gut sichtbare, fast ungepflegte Mähwiese“ an, so Geschäftsführer Helmut Bleher

 

„Die Bauern in unserem Verbandsgebiet sind nicht erst seit das Thema öffentlichkeitswirksam behandelt wird, unterwegs um für Bodenlebewesen, Insekten und Vögel gute Vorrausetzungen zu schaffen. Wir leben und arbeiten mit der Natur, es ist unser allergrößtes Interesse, dass diese intakt und funktionsfähig bleibt“ so Jürgen Maurer, der Vorsitzende des Bauernverbandes.


Jürgen Maurer setzt auf seinem Betrieb in Feßbach ein Forschungsprogramm, das F.R.A.N.Z Projekt um, das sich damit beschäftigt, wie Maßnahmen zur Steigerung der Biodiversität in den betrieblichen Ablauf möglichst kostengünstig untergebracht werden können.

 

„Soviel ist klar“, so Jürgen Maurer, „Jeder Mensch beeinträchtigt allein durch sein Leben, Arbeiten, seine Ernährung und die Teilnahme an unserer modernen Infrastruktur tagtäglich die Biodiversität in enormem Ausmaß. Die Bauern, die sowieso am Ende der Einkommensskala liegen, haben keine Luft und Möglichkeit, den Ausgleich dafür zu finanzieren. Jeder zusätzliche Blühstreifen, jeder Verzicht auf Pflanzenschutz und Düngung kostet die Bauernfamilie Einkommen. Gesetze zu erlassen, die dazu führen, dass die Arbeit der Bauern unrentabel wird, führen nicht zum Ziel, denn die Konsequenz der Bauern kann nicht lauten, unrentabel weiter zu schuften, sondern sie lautet Ausstieg aus der Landwirtschaft. Folglich muss auch die gesamte Gesellschaft die Maßnahmen bezahlen, die der Natur die Freiräume zurückgeben. Dann sind wir Bauern gerne bereit, alles zu tun, was notwendig ist und gewünscht wird“

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