Hofgenuss pur: Mit frischen Produkten auf dem Teller schmeckt man die Region.



Die Familie Blumenstock aus Kirchberg-Kleinallmerspann setzt auf moderne Landwirtschaft, Transparenz und Qualität. Als konventionell arbeitender Betrieb, ist es ihnen wichtig, nachhaltig zu produzieren. ‚Regional ist erste Wahl‘: Das wünschen sie sich von den Verbrauchern und als Unterstützung von der Politik.        

„Hier kann man sich gern umschauen, wir haben nichts zu verstecken“, fordern die Blumenstock`s ihre Hofbesucher auf. Freilich geht das wegen der Höhe der Infektionszahlen gerade noch nicht wieder, aber die Planung für die eigenen Veranstaltungen im Sommer läuft. Die etablierten Betriebsbesichtigungen für Schüler, Gruppen und Busreisende zeigen mit hofeigenen Events, wie zum Beispiel das „Hofbuffet für Genießer“, dem „Bauernhof-Frühstück“ oder einem „After-Work-Genuss“, sehr transparent, wie moderne heimische Landwirtschaft heute funktioniert. In zweimal 60 Minuten können die kleinen und großen Gäste zuerst den Hof entdecken und dann bei gutem Essen was Leckeres auf den Tisch bekommen. Die Landwirte Blumenstock suchen das direkte Gespräch mit dem Verbraucher – das ist, nach eigenen Aussagen ‚ganz ihr Ding‘. „Wir nutzen diese Begegnungen natürlich auch, um den Besuchern unserer selbst erzeugtes Rind- und Schweinefleisch und unser Gemüse nahezubringen. Denn wir haben gutes Fleisch“, da ist sich Sonja Blumenstock sicher. Das gute Fleisch kann man auch direkt auf dem Hof kaufen, mit Vorbestellung und festen Terminen zur Abholung.

 

 

 

Bullenmast für edles, regionales Fleisch. Das Prädikat „gut“ wird dem regional erzeugten Premiumfleisch des Hofes bei Weitem nicht gerecht. Es stammt von Tieren, die als Kälber von maximal 40 Kilometer entfernt liegenden Höfen gekauft werden. Es handelt sich um Fleckviehtiere, einer sogenannten Zweinutzungsrasse. Das heißt, dass die Tiere generell sowohl für Milch- als auch für die Fleischproduktion geeignet sind. In der Regel sind sie braun gefleckt mit viel Weiß am Kopf. Die „Mädchen“, also die Kühe“, geben den Verbrauchern ihre Milch und die „Jungs“ kommen als Bruder und Kalb zum Beispiel auf den Hof Blumenstock. Hier starten sie mit 80 Kilogramm Gewicht und bleiben mindestens ein ganzes Jahr lang auf dem Hof, bis sie eine bestimmte Größe und 600 Kilo erreicht haben. Das stattliche Gewicht schaffen die Bullen nur, wenn alles stimmt. „Unser Ziel ist, dass es ihnen in den ein bis anderthalb Jahren hier auf unserem Hof gut geht. Sie entwickeln sich – wie wir Menschen auch – nur dann besonders gut, wenn sie sich richtig ernähren und bewegen können. Dafür bieten wir den Tieren viel Licht, frische Luft, einen trockenen Boden und gesundes Futter“, erklärt Jörg Blumenstock. Die beiden Brüder, Jörg und Markus Blumenstock führen den landwirtschaftlichen Betrieb zusammen mit ihren Familien. Die Eltern Marta und Harald Blumenstock arbeiten als ehemalige Betriebsleiter weiter mit und haben den Hof 1986 vom Großvater Fritz Blumenstock übernommen. Drei Familien arbeiten zu fast 100% auf dem Hof und ernähren die große Familie. Zusätzlich gibt es Mitarbeiter und Auszubildende. Sie alle haben eigene Verantwortungs-bereiche und produzieren, was gekauft wird. Das ist eben das Premium-Rindfleisch und Rindfleisch aus Hohenlohe mit dem Qualitätszeichen QZBW. Die mit diesem Zeichen gekennzeichneten Produkte, sind Lebensmittel in ausgezeichneter Qualität und nachvollziehbarer Herkunft aus Baden-Württemberg.  

 

    

 

Premium aus Hohenlohe seit 20 Jahren. Sie verdienen ihr Geld mit der Veredlung von Fleisch, und das sind Nutztiere nun mal. Die Landwirte Blumenstock werden damit der Tatsache gerecht, dass das Kochverhalten sich in den letzten Jahren geändert hat: Die Menschen essen mehr gutes und kurzfaseriges Fleisch, was sich leichter zubereiten lässt. Es ist zudem sehr schmackhaft und fettarm. Das haben die Metzger der Umgebung, wo das Fleisch der Tiere verkauft wird, frühzeitig signalisiert. „Ich finde es persönlich wichtig, dass wir als konventionell wirtschaftender Betrieb nachhaltig produzieren“, begründet Jörg Blumenstock die Strategie des Hofes, der auch Mitglied im Bauernverband ist.          

 

Moderner Landwirt mit vielen Funktionen. „Wenn eine Generation Blumenstock ‚geschlafen‘ hätte, wären wir nicht da, wo wir heute stehen“. Das vielfältige Arbeiten mit den Tieren und in der Natur – über das ganze Jahr hinweg - wird nie langweilig“, erklärt Jörg Blumenstock seine Liebe zum Beruf als Landwirt. Er ist Landwirtschaftsmeister und nach einem Schülerpraktikum außerhalb der Landwirtschaft war für ihn, wie auch für seine Schwägerin Sonja, frühzeitig klar: Sie gehören auf den Bauernhof, wo man, wie kaum in einem anderen Beruf, viel bei der Familie sein kann. Gemeinsame Mahlzeiten sind hier nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Alles Wichtige wird zuerst in der Familie besprochen – am großen Tisch. Stoff zur Abstimmung gibt es bei den verschiedenen Betriebszweigen des Bauernhofes Blumenstock genug. Zu koordinieren sind nicht nur die Versorgung der Tiere, die Bullen und die Schweine, sondern der Ackerbau für das eigene Futter und die Biogasanlage. Letztere speist im Durchschnitt 900 Kilowatt Strom pro Stunde ins Netz der umliegenden Ortschaften und in das Gewerbegebiet von Kleinallmerspann. In mehreren großen Fahrsilos und Hochsilobehältern lagern fachgerecht Mais, Winterweizen und Wintergerste – sowie Heu und Stroh für die Tiere. Alles, wirklich alles, ist pikobello aufgeräumt und wartet nun wieder auf Besucher, zum Beispiel auf die Kinder und Jugendlichen vom ‚Klassenzimmer Bauernhof‘. Trotz der aktuell schwierigen Situation schauen die Mitglieder der Bauernfamilie Blumenstock bewusst positiv nach vorn. „Wir produzieren regional gute Produkte. Wir bieten Qualität!“ Regional ist ihre erste Wahl, das wünschen sie sich von den Verbrauchern und auch als Unterstützung von der Politik.      

 

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