Die Zündschnur ist weiterhin sehr kurz!



Bauern setzen mit weiterem Signalfeuer ein Zeichen. Am 01. Februar veranstaltete der Bauernverband Ortsbauernverband Neuenstein zusammen mit Mitgliedern der Initiative „Land schafft Verbindung“ nahe der Autobahnabfahrt ein Signalfeuer als Zeichen zum Gespräch mit den Bauern und gegen Bevormundung.

Gemeinsames Mahnfeuer in Neuenstein als Zeichen zum Gespräch zwischen Bauern & Bürgern.
Der Bauernverband Schwäbisch Hall - Hohenlohe - Rems steht für eine gute Verbindung und Zusammenarbeit mit der Initiative „Land schafft Verbindung“, um die Kräfte in der Landwirtschaft weiter zu bündeln und wichtige Themen voranzubringen. Es werden gemeinsame Ziele und Synergien gesehen, die für eine nachhaltige Zukunft des Berufstandes verfolgt werden können. Entscheidend ist, dass die Stärken der Betriebe, die Wettbewerbsfähigkeit, die verantwortliche Unternehmerschaft, die Innovationen und das freie Handeln in der Zukunft wieder im Vordergrund der landwirtschaftlichen Arbeit stehen.

 

 

 

„Der Regen heute ist wärmer als beim letzten Feuer“, kommentieren Teilnehmer des Mahnfeuers das Wetter. Als Bauern macht es ihnen nichts aus, wenn der Wind den Regen über die Felder jagt, wie am 1. Februar in Neuenstein. Rund 150 Bauern und Gäste aus der direkten Umgebung werden vom Geschäftsführendem Vorstand für den Hohenlohekreis im Bauernverband Thomas Wenzel gegrüßt. Er macht gleich zu Beginn deutlich, „warum die Zündschnur bei den Bauern zur Zeit so kurz ist“. Das möchte er für seinen Berufsstand erklären.

 

Dafür einsetzen, dass die Lebensmittel auch weiter von hier kommen. „Wir produzieren mit den höchsten Auflagen und Standards weltweit Lebensmittel. Wir arbeiten aber auch täglich für die Gestaltung unsere Hohenloher Landschaft, beispielsweise für die Pflege der Hänge im Kocher- und Jagsttal. Wir möchten das auch weiterhin tun!“ Auch macht er klar, dass die Landwirte sich wünschen, dass man MIT ihnen redet und nicht ÜBER sie. Und das meint er in Richtung Politik genauso, wie in die Richtung unserer Gesellschaft. „Dafür möchten wir zusammen ein Signal setzen, deshalb sage ich lieber Signalfeuer statt Mahnfeuer“, so Wenzel. Er freut sich, dass sowohl nichtorganisierte Landwirte, wie die Teilnehmer der Initiative „Land schafft Verbindung“, Vertreter des Maschinenringes und der Politik zusammen am Feuer stehen. „Im gesunden Miteinander wollen wir in Zukunft noch stärker zeigen, wo unsere Lebensmittel herkommen. Wir möchten Vertrauen und Wertschätzung steigern“, wünscht sich Thomas Wenzel. Eine große Kiste Äpfel, Eier und Nudeln als heimische Produkte stehen dafür direkt zum Kosten und Mitnehmen bereit.

 

Politiker gehen ins Praktikum auf die Höfe. Grußworte an die Teilnehmer des Neuensteiner Signalfeuers kommen von Arnulf von Eyb, CDU-Landtagsabgeordneter und Rüdiger Volk, Geschäftsführer des Maschinenrings vom Main-Tauber-Kreis. Von Eyb freut sich über die Einladung nach Neuenstein und „dass die Bauern das gemeinsam machen: für ihren Berufsstand werben!“ Er betont: „Jeder ist Verbraucher, auch die Landwirte. Aber nicht jeder Verbraucher hat Ahnung von Landwirtschaft.“ Damit Wissen um die Themen der Landwirtschaft aufgebaut wird, will er sich dafür einsetzen, dass jeder seiner Kollegen im Ausschuss Ländlicher Raum des Landtags ein Praktikum in einem landwirtschaftlichen Betrieb macht. Das hat er beim Bauernverband bereits angesprochen.

 

Faire Preisgestaltung und fairer Wettbewerb zu anderen Ländern, „das ist es, was die Bauern wollen“, erklärt Landwirt Wenzel. Er nimmt Bezug auf die in dieser Woche versprochenen Gelder seitens der Regierung. Er fordert stellvertretend für seinen Berufsstand „viel eher eine fachlich-konkrete, sachbezogene und umsetzbare landwirtschaftliche Politik“ und möchte für die Anerkennung der landwirtschaftlichen Arbeit werben. „Eure Hohenloher Bauern wünschen Euch erst mal einen schönen Abend und gute Gespäche“, schließt Gastgeber Wenzel seine Begrüßung, inzwischen ohne Regen, ab.

 

Zurück