Zwischenstopp der Demo-Staffelfahrt beim Bauernverband



Landwirte sind mit ihren Traktoren erneut unterwegs nach Berlin.

 

 

Für d i e Demonstration am 26. November in der Mitte von Berlin fahren sie aus allen Landesteilen als Staffelfahrt in Richtung Hauptstadt. Dort wollen sie erneut und mit Nachdruck auf die schwierige Situation der Landwirtschaft aufmerksam machen. Eine Station auf dem Weg dahin ist die Geschäftsstelle des Bauernverbandes Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems an der B19 nahe Schwäbisch Hall. Dort werden Sie vom Vorsitzendes des Verbandes Jürgen Maurer und dem Geschäftsführer Helmut Bleher begrüßt.

Zur geplanten Demonstration der Landwirte am 26. November fahren Bauern aus allen Landesteilen via Schlepper-Staffelfahrt in die Hauptstadt. Eine Station auf dem Weg dahin ist am späten Sonntagnachmittag die Geschäftsstelle des Bauernverbandes Schwäbisch Hall – Hohenlohe – Rems an der B19 nahe Schwäbisch Hall.

 

Dort werden rund 300 Teilnehmer vom Vorsitzendes des Vorstandes Jürgen Maurer begrüßt: „Ich wünsche allen mitfahrenden Landwirten eine unfallfreie Fahrt und dass in Berlin möglichst viele von unseren gemeinsamen Zielen erreicht werden“. Die Teilnehmer waren teilweise seit dem frühen Morgen mit ihren Traktoren unterwegs und kamen aus vielen Teilen Baden-Württembergs: von der Ostalb und dem Rems-Murr-Kreis bis Uhingen und aus Hohenlohe. Die Metzger Harald Schäfer und Volker Setzer versorgten die Fahrer mit Vesper. Nach der Stärkung beim  Bauernverband starteten sie nach rund einer Stunde in Richtung Markelsheim. Dort fand am Abend eine Kundgebung statt.

Das ist dann auch die letzte Station, bevor es am Montagabend über Giebelstadt und Erfurt unter Polizeibegleitung Richtung Berlin geht. Manche Traktoren zeigen Flagge oder tragen Botschaften. Rund 15.000 Demonstranten aus allen Teilen des Landes werden am Dienstag in Berlins Mitte erwartet, allein 5.000 mit dem Traktor. Die Schätzung geht bis zum Doppelten.

 

 

Der Politik auf die Füße treten und wachrütteln. Viel Landwirte sind davon überzeugt, dass es auch andere Verantwortliche dafür gibt, wenn beispielsweise über das Artensterben gesprochen wird. Und genau das ist die zentrale Forderung der Teilnehmer: sie wollen mit an den Tisch, sie wollen gehört werden und ihre Themen klar einbringen. Das will auch die Initiative “Land schafft Verbindungen”, welche von Norddeutschland aus die ersten Schlepper-Demonstrationen auf den Weg gebracht hat und inzwischen rund 25.000 Mitwirkende in allen Bundesländern zählt.

 

Die Basis der Bauern hat diesen Schwung aufgenommen. “Nur wenn wir alle im Boot sind und unseren Mund aufmachen, werden wir von der Politik gehört. Wir hoffen sehr, dass unsere Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner dieses Mal persönlich ins Gespräch mit den Landwirten geht. Das macht der Wirtschaftsminister ja auch, wenn in einer großen Firma wichtige Themen zu besprechen sind”, sagt Teilnehmer Harald Gronbach aus Crailsheim.

 

Einladung zu Kanzlerin Merkel. Die Bundesregierung zeigt sich inzwischen bereit zum Gespräch und hat ausgewählte Landwirte für den 2.Dezember eingeladen. Ein wichtiges Zeichen.

 

“Denn wir können nicht ewig demonstrieren, sondern wollen gute Diskussionen anregen”, so Gronbach weiter. “Als Landwirte laut und deutlich STOP sagen und zusammen mit Demonstranten und  den landwirtschaftlichen Verbänden die politischen Rahmenbedingungen gestalten. Das wünschen wir uns vor allem von unseren jungen Landwirtinnen und Landwirten.” Harald Gronbach als Mitglied im geschäftsführenden Vorstand des Bauernverbandes Schwäbisch Hall – Hohenlohe - Rems, weiß wovon er spricht. Sein Sohn Florian ist als Landwirt ebenfalls auf dem Hof tätig. 

 

 

Der Bauernverband stellt einen Bus bereit. Am 26. November fahren 50 Verbandsmitglieder im Bus nach Berlin zur Demontration. Landwirt Gronbach ist wieder mit dabei, wie am 22. Oktober in Stuttgart auch. Obwohl er seinen Hof zu bewirtschaften hat, nimmt er sich die Zeit für dieses deutliche Zeichen an die Politik. “Wir haben gelernt, dass es nicht mehr reicht, über eine intensive Verbandsarbeit unsere Forderungen an die Politik zu stellen. Wir treten ihnen nun auf die Füße und sagen laut “halt”, denn so geht es nicht weiter. Es darf nicht alles auf dem Rücken der Landwirte ausgetragen werden”, betont er. Mit den Grünen Kreuzen an den Feldrändern zeigen sie seit Ende des Sommers der Bevölkerung, dass sie reden wollen. “Nun zeigen wir es der Regierung und demonstrieren wieder”, bestärkt Gronbach stellvertretend. 

 

Geschäftsführer Helmut Bleher zur Position des Bauernverbandes: „Die Demonstration richtet sich nicht vordergründig gegen die viel zu niedrigen Preise, welche die Landwirte mit ihrer Arbeit erzielen können. Für deren Gestaltung sind die Marktpartner zuständig. Es geht ihnen vielmehr darum, faire Wettbewerbsbedingungen zu haben, um auch zukünftig ihre landwirtschaftlichen Betriebe erfolgreich führen zu können. Sie sind Unternehmer und wollen ihre Mitarbeiter bezahlen. Sie wollen in die Zukunft ihrer Höfe investieren und ihre Familien ernähren können. Wie alle anderen auch. Die Politik und Gesellschaft ist drauf und dran, durch überzogene Vorgaben den Höfen den Garaus zu machen“

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