Beste regionale Weine direkt ab Hof!



Unsere heimischen Weingärtner im schönen Remstal haben ein schwieriges Jahr ohne Veranstaltungen und Gastronomiepartner hinter sich. Sie freuen sich über die Treue ihrer Stammkunden in dieser Zeit und wünschen sich generell mehr Stolz auf die in Deutschland produzierten Spezialitäten. Sowohl was die Auswahl, als auch was die Qualität angeht. Sie arbeiten dafür zusammen und schauen optimistisch auf das laufende Ostergeschäft 2021. 

„Wir haben Vollgas gegeben im letzten Jahr und der Privatverkauf ist sehr gut gelaufen“, darauf ist Werner Kuhnle vom gleichnamigen Weingut in Weinstadt-Strümpfelbach stolz. Sehr viele treue private Stammkunden – von Stuttgart, Tübingen, Göppingen und Nürtingen - über Ulm und Heidenheim bis Hamburg haben mehr gekauft, als in anderen Jahren. Der Anteil von Bestellungen, persönlich oder online, und der Versand steigen weiter. Schon vor Jahren hat sich das Familienunternehmen, welches Mitglied im Bauernverband ist, auch für den Onlinehandel fit gemacht. Aber: Die beliebten Weinstuben und Besenwirtschaften sind seit genau einem Jahr geschlossen, es gab kein einziges Weinfest – weder in Stuttgart noch anderswo in der Region - in den letzten 13 Monaten. Die Gastronomie wurde kaum beliefert. „Das kann man mit zusätzlich online bestellten Kartons allein nicht ausgleichen“, erklärt Friedrich Kern, als einer der Inhaber und Geschäftsführer der familiengeführten Winzer-Erzeugergemeinschaft in Kernen-Rommelshausen. 140 Weingärtner, im Schwäbischen auch Wengerter genannt, arbeiten hier in gutem Miteinander für hochwertige Produkte aus dem Remstal. „Das letzte Jahr summiert sich“, weiß auch Siegfried Wilhelm vom 60 Jahre alten Familiengut beim Blick in die Zahlen. „Reich wird man damit eh nicht“, ergänzt er. Erst 2010 hatten sie überlegt, entweder die Rebflächen vor Ort auszubauen oder in Gastronomie zu investieren, um die Zukunft zu sichern. Sie hatten sich für Letzteres entschieden und das lief auch super an. „Ein gutes Glas Wein zu einem vernünftigen Preis und gutem Essen“, beschreibt er die Strategie der Weingärtnerfamilie Wilhelm. Damit liegen sie in Weinstadt, einem der traditionellen Weinorte des Remstals, offensichtlich richtig. Die Seitentäler des Schwäbischen Keuperstufenlandes bieten für den Wein sowohl die richtigen Bodenschichten als auch steile Hänge und für die Weingenießer ein naturnahes Ambiente.  

 

 

 

Wie geht es denn so? Zum Weingenuss gehört, nach Meinung aller drei Spezialisten des Weinbaugebietes Remstal, eben auch, dass man sich trifft und gesellig beisammen ist. Das Persönliche „Wie geht es ihnen eigentlich?“ fehlt allen: Den regionalen Produzenten und den Kunden aus Nah und Fern. Die aufgeweckten Winzer lassen sich viel einfallen, um das auszugleichen und in Kontakt zu bleiben. Sie animieren auf vielen Wegen unermüdlich dazu, das Remstal ‚paketweise‘ zu entdecken. Oster-, Frühlings- und Geschenkpakete werden per Mailing und digital angeboten, Online-Weinproben mit vorab zugeschickten Weinen sind voll im Trend, es gibt selbstgemachte Maultaschen mit Bestell & Abholservice und vieles mehr – alles direkt von den Höfen. 16 taffe Jungwinzer, allein aus dem Großraum Stuttgart, haben sich vorgenommen, die Weine der Region stärker zu vermarkten und mit neuen Ideen und Formaten auch neue Zielgruppen anzusprechen. Sie alle plädieren für mehr Stolz auf den deutschen Wein, so wie es in Italien oder Frankreich schon lange gelebt wird.

 

 

 

Das erlangte Bewusstsein und die Wertschätzung erhalten. Die drei regionalen landwirtschaftlichen Erzeuger haben die Erfahrung gemacht, dass die Menschen, nach einem Jahr mit vielen Einschränkungen, etwas bewusster miteinander umgehen. Viele Besucher und viele Konsumenten wertschätzen die heimischen Sehenswürdigkeiten und die hier produzierten Erzeugnisse viel stärker als früher. „Wir wünschen uns, dass wir das jetzt Erlangte, also: wie wir mit unserer Heimat umgehen, weiter erhalten.“ Damit meinen sie, dass wir uns alle diese neue Wertschätzung, sowohl den Leistungen der in der Landwirtschaft tätigen Menschen, als auch den von ihnen erstellten Produkte gegenüber, uns erhalten. Werner Kuhnle bringt es so auf den Punkt: Man sollte die Weinberge rund um Weinstadt und Kernen nicht nur „als Freizeitpark“ sehen, sondern auch als Gelegenheit zum Weinkaufen nutzen. „Wir Remstal-Weingärtner wünschen uns, dass die Menschen hier aus der Region zu Ostern unseren Wein trinken“, untermauern sie an einer malerischen Schutzhütte mitten im Weinberg von Weinstadt-Endersbach.   

 

 

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