Bauernverband fordert Rudolf Bühler zu Ehrlichkeit und Rechtschaffenheit auf



Klaus Mugele: „Unterstellungen und böswillige Diffamierungen müssen aufhören“


Der gesamte geschäftsführende Vorstand des Bauernverbands Schwäbisch Hall Hohenlohe Rems e.V. hat zweimal gerne an den letzten beiden Lichtmessveranstaltungen der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft teilgenommen und dadurch signalisiert, dass man zu einem offenen und konstruktiven Dialog mit der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft, insbesondere ihrem Aufsichtsratsvorsitzenden Rudolf Bühler bereit ist.

Der Bauernverband betont, dass die wirtschaftlichen Leistungen der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft, insbesondere die Wertschöpfung durch die Vermarktung der herausragenden Produkte der angeschlossenen Bauernhöfe auf Basis der harten Arbeit der Bauernfamilien hoch wertgeschätzt werden. Einig ist man sich darin, dass die Landwirtschaft in der Region in besonderem Maße von der Kaufkraft einer zunehmend ernährungs- und umweltbewussten Käuferschicht profitieren kann. Gemäß seinen Richtlinien unterstützt der Bauernverband jegliche Anstrengungen der Marktpartner in diese Richtung.
Völlig unpassend und unerträglich ist es daher für den Verband, dass jährlich zu Lichtmess eine Fülle von Lügen und Diffamierungen über den Bauernverband und seine Vertreter insbesondere durch den Aufsichtsratsvorsitzenden Rudolf Bühler und seine Gastredner ausgeschüttet werden.

 


Böswillig wird der Bauernverband als Handlanger der „Agro- und Chemieindustrie“ und des Großkapitals dargestellt. Mit einpeitschenden populistischen Reden wird ein Klassenkampf beschworen, der in heutigen Zeiten nicht mehr angebracht ist. Beispielhaft hat Rudolf Bühler den Bauernverband als Mitschuldigen dafür bezeichnet, dass die landwirtschaftliche Rente so niedrig sei.

 


Der Bauernverband stellt fest, dass der Aufsichtsratsvorsitzende der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft, deren Aufgabe die Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte ist, bewusst Halbwahrheiten über die Landwirtschaftliche Sozialversicherung verbreitet. Anders kann nicht erklärt werden, wie er dazu kommt, lautstark unter Beifall des überwiegend älteren Publikums zu behaupten, dass die Landwirtsfrauen keine Kindererziehungszeiten angerechnet bekämen.

 


Rudolf Bühlers Forderung nach einer Verdoppelung der landwirtschaftlichen Rente aus Steuermitteln ist legitim, jedoch politisch weltfremd und hochgradig populistisch. Sie wirkt geradezu zynisch, wenn auf der gleichen Versammlung von ihm und anderen Rednern Ertragsverluste und betriebliche Mehrkosten von zehntausenden Euro jährlich durch Zwangsökologisierung und Verbote von Pflanzenschutz gefordert werden.

 


Tatsächlich ist Jahr für Jahr erheblicher, bis jetzt auch erfolgreicher, politischer Einsatz des Bauernverbands erforderlich, um Kürzungen der Bundesmittel für die Sozialversicherung zu verhindern.

 


Als grobe Beleidigung aller Landwirte in der Region sieht der Bauernverband die ständigen Angriffe der weiteren Redner der Lichtmessveranstaltungen auf die konventionelle Landwirtschaft. Es ist unerträglich, wie Landwirten, die ihren Beruf gelernt haben und ihre Betriebe auf immer mehr Ökologie und Nachhaltigkeit ausrichten, Umwelt- und Bodenausbeutung, das Insekten- und Vogelsterben und eine Gefährdung der Bürger vorgeworfen wird. Fakt ist, dass ohne die heutige moderne Landwirtschaft keine 7 Milliarden Menschen auf der Welt ernährt werden können.

 


Die allermeisten Betriebe der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft arbeiten konventionell, setzen Dünge- und Pflanzenschutzmittel ein. „Es ist schon verwunderlich, wie von der Spitze einer Vermarktungsorganisation Forderungen an die Politik ergehen, den Einsatz notwendiger Pflanzenschutzmittel zu verbieten, die von den eigenen Mitgliedern mit gutem Grund eingesetzt werden.“, so Geschäftsführer Helmut Bleher.

 


Der Bauernverband fordert den Aufsichtsratsvorsitzenden Rudolf Bühler auf, seine erfolgreichen Marktbemühungen fortzusetzen, sich künftig an Fakten zu halten und Diffamierungen zu unterlassen. Wenn er seinem Lichtmessmotto getreu „gemeinsam Zukunft gestalten“ will, muss er den Kollegen der landwirtschaftlichen Organisationen mit Respekt begegnen.

Zurück